14.05.2014 05:53 Alter: 5 yrs
Kategorie: 1. Herren
Von: Philipp von Ploetz

H1: Siegreiches Wochenende für die Hurricanez

Die Hannover Hurricanez sichern sich mit zwei Siegen am vergangenen Wochenende gegen Velbert und bei Erstligaabsteiger Bremerhaven wichtige Punkte nach der enttäuschenden Niederlage in Lüneburg und schieben sich in der Tabelle wieder weiter nach vorne.


Am Samstag waren die Commanders Velbert zu Gast in Hannover und erwiesen sich als erwartet starker Gegner. In einem guten und spannenden Spiel wechselten die Spielanteile, wobei die Hurricanez sich als Hausherr in der Summe dominanter präsentierten und durch den Sieg nach Penaltyschießen letztlich einen Punkt verloren. Das Spiel begann ohne großes Abtasten, beide Mannschaften spielten sofort nach vorne. Schon nach einer Minute gelang den Gästen mit einem platzierten Schuss in den Winkel das 0:1. Hahnemann gelang zwar schnell das 1:1, doch nur wenig später gingen die Commanders durch einen eher glücklichen Treffer erneut in Führung, 1:2. Die Hurricanez mussten sich von diesem Treffer kurz erholen, fanden ihre Linie jedoch wieder und fuhren Angriff auf Angriff auf das Gästetor. Lübke, erneut Hahnemann und Surkemper drehten schließlich das Spiel bis zum Ende des Drittels auf 4:2. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre jedoch auch eine höhere Führung möglich gewesen.

Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Hurricanez zweimal in Überzahlzahl die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Der Ball zirkulierte gut durch die Reihen, aber fand einfach nicht den Weg ins gegnerische Tor. Das sollte sich umgehend rächen, denn Velbert konnte auf 4:3 verkürzen und statt einer klaren Führung war es nun wieder ein enges Spiel. Nach weiteren Strafen auf beiden Seiten, die beide Mannschaften nicht nutzen konnten, ging es ins letzte Drittel. Dort begünstigte ein Fehler von Goalie Hundertmark den Ausgleich, als er einen Befreiungsschlag der Gäste schnell wieder ins Spiel bringen wollte, sein Pass aber beim Gegenspieler landete. Doch die Hurricanez zeigten Moral und gingen quasi im Gegenangriff 20 Sekunden später durch den starken Hahnemann erneut mit 5:4 in Führung. Beide Mannschaften spielten nun auf Sieg, doch die Hurricanez scheiterten immer wieder am starken Goalie die Gäste. Velbert machte es besser und glich noch einmal zum 5:5 aus. Im anschließenden Penaltyschießen trafen Hahnemann und Surkemper souverän, und Goalie Hundermark konnte zwei von drei Penalties der Commanders entschärfen, so dass der dritte hannoveraner Schütze gar nicht mehr antreten musste und sich die Hurricanez auch den Zusatzpunkt sichern konnten.

Am Sonntag reisten die Hurricanez dann zu den Bremerhaven Whales, welche in voller Mannschaftsstärke antraten. Die Hurricanez ließen sich davon nicht einschüchtern, spielten im ersten Drittel ihre spielerische Überlegenheit clever aus und zogen bis Drittelende durch Tore von Lübke, Lücker, Surkemper und Freitag auf 0:4 davon. Die Gastgeber kamen zwar druckvoller aus der Kabine, das Tor machten aber wieder die Gäste. Erneut Surkemper mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag erhöhte auf 0:5. Daraufhin erhöhte Bremerhaven seine Aggressivität deutlich, jeder Check wurde zu Ende gefahren und auch abseits des Balles wurde auf der kleinen Fläche jeder Zweikampf geführt. Und die harte Gangart zeigte Wirkung, sichtlich beeindruckt kamen die Hurricanez zunächst kaum mehr dazu, ihre spielerischen Mittel einzusetzen. Zudem machten sich die Hurricanez das Leben selber schwer und kassierten gleich mehrere Strafzeiten, so dass die Whales in Überzahl, einmal sogar 4 auf 2, die Chance hatten zu verkürzen. Und die Whales nutzten die Chancen in Überzahl und kämpften sich so zurück ins Spiel. Der komfortable Vorsprung war dahin und es ging mit dem knappen Ergebnis von 4:5 ins letzte Drittel. Die Hurricanez versuchten nun das Spiel wieder ausgeglichener zu gestalten, doch es waren vor allem Einsatz und Kampf gefragt, da die Whales ihre harte Gangart beibehielten. Die Hurricanez nahmen den Kampf an und es entwickelte sich ein kampfbetontes, enges Spiel. Die letzten zehn Minuten hatten es dann in sich. Zunächst gelang Surkemper in Überzahl das 4:6, bevor Hahnemann das vermeintlich beruhigende 4:7 erzielte. Ein Fehler im Aufbau der Hurricanez leitete nur 31 Sekunden später das 5:7 ein, und als der an diesem Tag bärenstarkte Rückhalt Hundertmark einen Ball unglücklich zum 6:7 passieren lassen musste, drängten die Gastgeber auf den erneuten Ausgleich. Als dann die Schiedsrichter ein klares Tor durch Lübke nach langer Diskussion nicht anerkannten, markierten die Whales unter Jubel der Zuschauer gut fünf Minuten vor Schluss das 7:7, und das Spiel stand nun auf der Kippe. Doch die Gäste zeigten Moral und mobilisierten noch einmal alle Kräfte. Nach einem langen Ball gewann Tözen den Zweikampf in der Ecke und bediente den starken Hahnemann, der aus spitzem Winkel im dritten Nachschuss das umjubelte 7:8 erzielte. Die Whales drängten noch einmal auf den Ausgleich, aber die Hurricanez brachten den letztlich verdienten Sieg über die Zeit und verbuchen einen wichtigen Auswärtssieg. Wehrmutstropfen sind die Verletzungen zweier Spieler auf Hannoveraner Seite als Folge der aggressiven Spielweise der Gastgeber, die nach dem ersten bzw. dem zweiten Drittel zum Zuschauen verdammt waren und nun hoffen, am kommenden Wochenende wieder einsatzfähig zu sein.