31.03.2014 05:56 Alter: 5 yrs
Kategorie: 1. Herren
Von: Philipp von Ploetz

H1: Punkloses Wochenende für die Hurricanez

Die Hannover Hurricanez verspielen im Heimspiel am Samstag gegen Erstliga-Absteiger Rostock einen 8:3-Vorsprung, und gingen auch am Sonntag bei den Sauerland Steel Bulls als Verlierer vom Feld.


Es war ein bitteres Wochenende für die neuformierten Hannover Hurricanez. Nach einem anstrengenden Doppelspieltag stehen die Canez ohne Punkte da und müssen vor allem noch an ihrer Abstimmung arbeiten.


Am Samstag im Heimspiel gegen die Rostocker Nasenbären sah es für die Canez zunächst gut aus. Die Hausherren begannen druckvoll und nutzten direkt ihre erste Überzahlsituation zur Führung. Kapitän Tözen verwertete ein schönes Zuspiel von Rückkehrer und Spielertrainer Lücker zum 1:0. Die Rostocker, die mit nur 8 Feldspielern angereist waren, darunter aber Eishockeyspieler der Piranhas, begannen kraftsparend und defensiv, wurden nach der Führung aber etwas aktiver und nutzten zwei Fehler in der Hurricanez-Defensive, um das Spiel noch im ersten Drittel zu drehen, 1:2. Doch die Hurricanez ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Moritz und Kowalski drehten mit ihren Treffern das Spiel erneut, so dass es mit 3:2 in die 1. Drittelpause ging.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hurricanez den Druck. Zunächst erzielte Cop mit einem schönen Rückhandschlenzer das 4:2, ehe die Hurricanez jeweils in Überzahl durch Freitag und Steinert nachlegten, 6:2. Der starke Marvin Freitag erzielte kurz darauf mit einem fulminanten Schlagschluss das 7:2. Die Rostocker konnten vor Drittelende noch einmal verkürzen, so dass es zur 2. Pause 7:3 hieß.

Als Surkemper zu Beginn des letzten Drittels das 8:3 erzielte, glaubten die Zuschauer bereits an den zweiten Heimsieg im zweiten Spiel. Doch nur Sekunden nach dem 8:3 verkürzte Rostock auf 8:4. Die Rostocker witterten nun ihre Chance, und die Hurricanez ließen die Gäste gewähren. Da auch Goalie Fischer nicht seinen besten Tag erwischte und einige unglückliche Gegentore einstecken musste, arbeiteten sich die Gäste Tor um Tor heran und erzielten wenige Minuten vor Ende der Partie sogar das eher glückliche 9:8. Die Hurricanez drängten nun auf den Ausgleich, waren im Abschluss aber zu ungenau oder zu ungestüm. Gut eine Minute vor Schluss bot sich den Hurricanez dann aber durch einen Wechselfehler die große Chance zum Ausgleich. Doch Surkemper scheiterte mit dem fälligen Penalty am gut aufgelegten Schlussmann der Rostocker, und auch die Überzahlformation der Hurricanez kam in den verbleibenden gut 40 Sekunden nicht mehr zu einer ernstzunehmenden Torchance. So durften am Ende die Gäste aus Rostock jubeln, während man auf Hannoveraner Seite in fassungslose Gesichter blickte.


Am Sonntag folgte dann das schwere Auswärtsspiel bei den Sauerland Steel Bulls, die sich zur neuen Saison erneut verstärkt haben und wohl zu den klaren Favoriten auf den Aufstieg zu zählen sind. Die Partie begann schwungvoll, wobei sich die Gäste ein leichtes Übergewicht erarbeiteten und durch Kapitän Tözen auch mit 1:0 in Führung gingen. Doch die Steel Bulls zeigten sich wenig beeindruckt, nutzten Fehler in der Defensive der Hurricanez umgehend und gingen selbst mit 2:1 in Front. Nachdem die Hurricanez ein Überzahlspiel nicht nutzen konnten, erhöhten die Steel Bulls auf 3:1. Seedo Janssen gelang aber noch vor der Drittelpause der Anschlusstreffer zum 3:2.

Zu Beginn des zweiten Drittels erhöhten die Steel Bulls auf 4:2, ehe sich für die Hurricanez in Überzahl die Chance zum Ausgleich bot, kurzzeitig sogar in doppelter Überzahl. Doch das Überzahlspiel der Hurricanez war an diesem Tag auf der engen Fläche im zöpidrom zu einfallslos, und wenn sich doch mal eine Chance bot, waren die Hurricanez im Gegensatz zu den Gastgebern einfach nicht in der Lage, die Kugel im Tor unterzubringen. Die Steel Bulls machten es besser und zogen bis zur 2. Drittelpause auf 6:2 davon.

Im letzten Drittel wurden die Hurricanez dann durch zahlreiche Strafen gestoppt. Auch wenn die Hurricanez nicht mit allen Strafzeiten einverstanden waren, so agierten die Canez insgesamt zu unglücklich und waren im Abschluss nicht effektiv genug. Die Steel Bulls hingegen nutzten ihre Chance und brachten in Überzahl immer wieder Jacobs und Perlitz gefährlich ins Spiel. Als die Steel Bulls Mitte des letzten Drittels auf 8:2 erhöhten, war das Spiel gelaufen. Die Tore von Janssen und Surkemper kamen für die Hurricanez zu spät und waren lediglich Ergebniskosmetik.